Review: Ja Ja Ja Festival

Wie ihr auf Ins­ta Sto­ries ver­fol­gen kon­ntet, hat­ten wir ver­gan­genen Fre­itag einen famosen Abend auf dem Ja Ja Ja Fes­ti­val im WUK. Eine Ver­anstal­tung, an der wir im Laufe der let­zten Jahre großes Gefall­en gefun­den haben. Um nicht zu sagen, dass dieses Fes­ti­val eines unser­er alljährlichen High­lights des Konz­ert-Win­ters darstellt. Immer­hin hat das Ja Ja Ja (ehe­mals Spot on Den­mark) schon zu Ent­deck­un­gen wie When Saints Go Machine, Rep­tile Youth sowie Ran­glek­lods geführt. Bands, die inzwis­chen von unseren All Time Favs Playlis­ten gar nicht mehr wegzu­denken sind.

Und auch in diesem Jahr hat­te die musikalis­che Ent­deck­ungsreise quer durch Skan­di­navien so einiges zu bieten. Den Anfang machte Däne­mark mit der Band CHINAH. Um uns herum wur­den immer wieder gewisse Par­al­le­len zu Chvrch­es sowie mø gezo­gen. Zumin­d­est für Let­zteres war aber gewiss mehr der Look der Front­frau ver­ant­wortlich, als der Sound der Band. Alles in allem war CHINAH ein ziem­lich nicer Ein­stieg in den Abend. Elek­tro­n­is­che Pop­musik mit dezen­ten R’n’B Ein­flüssen hier und da. Dazu ein küh­les Fre­itags-Feier­abend-Bier. Was will man mehr?

Weit­er ging die Nordic Afair mit Island. Bess­er gesagt mit Axel Flóvent, der erst mal deut­lich leis­ere Töne anschlug. Ein aus einem isländis­chen Fis­cher­dorf stam­mender Kerl mit ziem­lich san­fter Stimme, eine Gitarre und poet­is­che Texte. Das ist melan­cholis­ch­er Indie Folk wie aus dem Bilder­buch. Der fast danach schre­it, am näch­sten Son­ntag Abend mit Rotwein und einem guten Buch auf der Couch, im Hin­ter­grund zu laufen.

Mein High­light fol­gte im Anschluss aber mit dem Nor­weger Gun­delach. Der Herr mit dem san­ften elek­tro­n­is­chen Sound war mir zwar nicht unbekan­nt. Sein Song Spi­ders tum­melt sich schon seit einiger Zeit auf mein­er all­mor­gendlichen „Wake Up“-Playlist. Allerd­ings hat­te ich vor­ab eine Konz­ert Reviews gele­sen, in denen immer wieder die Rede von tech­nis­chen Prob­le­men und schlechtem Live-Sound war.

An diesem Fre­itag im WUK jeden­falls gab es nichts zu meck­ern. Im Gegen­teil, mir per­sön­lich hat es der Sound sog­ar ziem­lich ange­tan. Woran gewiss auch die charak­ter­is­tis­che Stimme nicht unschuldig ist. Falset­tar­tige Gesang nen­nt sich die Tech­nik , wie ich gel­ernt habe.

Für den let­zten Gig Have You Ever Seen The Jane Fon­da Aer­o­bic VHS? ging es dann nach Finn­land. Nach Pop­musik, zartem Folk und elek­tro­n­is­chen Klän­gen wurde es zum Schluss rock­ig. In Sachen musikalis­che Band­bre­ite war das diesjährige Ja Ja Ja also wieder ein­mal zufrieden­stel­lend. Eine Erkun­dungs­tour quer durch den hohen Nor­den: Ein­mal Kopen­hagen, Reyk­javik, Oslo, Kou­vola und zurück. Für einen Fre­itag Abend ziem­lich nice, find­et ihr nicht?

Danke viel­mals WUK, ink music und Ja Ja Ja Music.