Im Test: Die Basenbox

Let’s be hon­est — ernähren wir uns nicht alle viel zu oft, viel zu ein­seit­ig? Mit Weißmehl, Salz, Fleisch, Kaf­fee und aller­hand Zuck­er­haltigem auf dem täglichen Speise­plan. Von Alko­hol und Fast Food ganz zu schweigen. Fakt ist: Vieles von dem, was wir täglich in uns hine­in­stopfen über­säuert den Kör­p­er. Oft ohne dass wir davon wis­sen.

Die Basen­box — eine wahlweise 5- bis 10-tägige Basenkur — ver­spricht, den Kör­p­er von Gift­stof­fen zu reini­gen und sämtliche Vit­a­min- und Nährstoff­spe­ich­er wieder aufzufüllen, damit man wieder voller Energie in den All­t­ag starten kann!

Klingt doch wie etwas, das einem nach einem lan­gen und dezent alko­hol­lasti­gen Woch­enende in Berlin gut tun kön­nte, don’t you think? Da sich mein Kör­p­er an Tag 1 der Kur irgend­wo in einem Zus­tand akuten Schlaf­man­gels gepaart mit 3-Tages-Hang­over befand, kam mir diese Basenkur äußerst gele­gen. Frische auf den Teller holen und den Kör­p­er aus dem Win­ter­schlaf erweck­en! Hur­ra!

 

Facts über die Basen­box

  • Die 3 Menüs pro Tag wer­den immer am Nach­mit­tag von den super net­ten Rad­fahrern von “Michl’s bringt’s” aus­geliefert. Ein sozialökonomis­ches Pro­jekt, das vom AMS unter­stützt wird und ein­er­seits Langzeitar­beit­slosen den Wiedere­in­stieg ins Beruf­sleben ermöglicht. Und durch das ander­er­seits eine CO2-freie Zustel­lung garantiert wird.
  • Die Lebens­mit­tel wer­den vom ADAMAH Bio­hof bezo­gen, der sich nur 10 km außer­halb von Wien befind­et. Sprich: Man set­zt auf lokale und saison­le Pro­duk­te aus biol­o­gis­ch­er Land­wirtschaft.
  • Ziel der Kur ist es, den Kör­p­er zu entsäuern und einen aus­geglich­enen Säure-Basen-Haushalt wieder­herzustellen! So wer­den die Organe ent­lastet, Stof­fwech­sel­rück­stände aus­geson­dert und gle­ichzeit­ig die Vit­a­min- und Min­er­al­stoff­spe­ich­er aufge­füllt. Was viele Men­schen freut: Diese Art des Fas­tens stellt kaum einen Nahrungsverzicht dar, da alles gegessen wer­den darf, was durch den Stof­fwech­sel basis­che Ele­mente pro­duziert. Lediglich auf säure­bildende Lebens­mit­tel wird weit­ge­hend verzichtet.

Soweit zur The­o­rie, kom­men wir nun doch ein­mal zur Prax­is. Wie ver­lief die Woche?

Nun eines vorneweg: Ich habe alles ohne größere Blessuren über­standen. Zu meinem eige­nen Erstaunen haben mir wed­er die 5 Stun­den Pause, die man zwis­chen den Mahlzeit­en ein­hal­ten soll, Schwierigkeit­en bere­it­et, noch die Speisen an sich. Denn: Die Mahlzeit­en sind wirk­lich ver­dammt leck­er.

Volko­rn­müs­li mit Kiwi, Apfel und Gojibeeren zum Früh­stück, Quinoasalat mit But­ter­nusskür­bis, Ruco­la, Son­nen­blu­menker­nen und Parme­san zum Lunch und abends eine köstliche Roote Beete Suppe mit Bren­nes­sel. So oder so ähn­lich sieht ein Basen­box Tag also aus.


Meine Erfahrun­gen & Chal­lenges

Chal­lenge Num­mer 1: Kaf­fee.  Im Vorhinein ein­deutig meine größte Sorge, wie zur Höh­le sollte ich eine Arbeitswoche (weitest­ge­hend) ohne Kaf­fee über­ste­hen? Let­zten Endes habe ich es geschafft mich auf 1–2 Espres­so am Tag einzu­pen­deln — ein Riesen Erfolg, nach­dem ich unter nor­malen Umstän­den mit Sicher­heit 5 Kaf­fees pro Tag trinke.

Chal­lenge Num­mer 2: Die Por­tion­s­größe. Zumin­d­est was die Abendmahlzeit­en bet­rifft, bin ich zweimal ein­fach nicht drum herumgekom­men, meinen Teller mit dem ein oder anderen Blättchen Salat zu gar­nieren. ABER: Unmit­tel­bar nach der Kur kon­nte ich tat­säch­lich fest­stellen, dass mein Sät­ti­gungs­ge­fühl wesentlich schneller ein­tritt, so schnell hat­te sich der Magen daran gewöh­nt.

Chal­lenge Num­mer 3: Die Sache mit dem Salz und Pfef­fer. Bei Fre­un­den bin ich ver­schrien als absoluter Salz Addict. Deswe­gen wusste ich, dass schon allein dieser Punkt eine gewisse Her­aus­forderung für mich darstellen würde. Aber nein, die Sache mit dem Würzen und mit frischen Kräutern ver­fein­ern haben die Jungs und Mädels von der Basen­box echt raus. Und so kann ich guten Gewis­sens behaupten, dass von den 15 Mahlzeit­en – keine einzige Speise dabei war, die irgend­wie „fad“ geschmeckt hätte.

Chal­lenge Num­mer 4: Ein Wein­verkos­tung­sev­ent — in der Wer­beagen­tur, in der ich arbeite. Tough One: Denn nein, ich kon­nte mich nicht davor drück­en. Zwar habe ich ganz tapfer und sou­verän die Lachs­brötchen und Pun­schkrapfen auf dem Tablett des hüb­schen Kell­ners ver­schmäht. Aber com’on bei gutem Grü­nen Velt­lin­er – wer kann da schon Nein sagen? Shame on me.

Faz­it:

Die Basen­box ist ein super Start Up Pro­jekt, in dem eine Menge Herzblut steckt. Ja, ich würde die Kur zu 100% weit­erempfehlen. Völ­lig uneingeschränkt – an meine Mama oder meine beste Fre­undin oder eben jeden, der seinem Kör­p­er gerne mal etwas Gutes tun möchte ohne sich dabei kasteien zu müssen.

Was viele von euch nicht wis­sen, ich habe ein­mal Ernährungswis­senschaften studiert (und sog­ar abgeschlossen, yeih), daher bin ich zumin­d­est nicht ganz ahnungs­los auf diesem Feld. All den Detox- und Saft-Kuren zur Kör­per­ent­gif­tung steh ich ziem­lich kri­tisch gegenüber. Bei der Basen­box aber liegt der Fokus auf Obst und Gemüse sowie auch auf Getrei­des­orten. Das ist schließlich immer fein!

- In fre­undlich­er Koop­er­a­tion mit Basenbox.at -