Out Of The Woods Festival – Unsere Highlights Part 1

Das Out of The Wood Fes­ti­val im bur­gen­ländis­chen Wiesen — knapp 70 Kilo­me­ter von Wien — gilt ver­mut­lich seit sein­er Geburtsstunde als eine Art Juwel unter den öster­re­ichis­chen Fes­ti­vals. Bere­its let­zten Som­mer wurde ordentlich vorgelegt. Heuer hat sich das Book­ing Team aber sozusagen selb­st übertrof­fen und ein Line-Up zusam­mengestellt, das einem wahrlich das Wass­er im Munde zusam­men­laufen ließ. Ein echt­es Schmankerl für alle Fans von Indie, Folk, Elek­tropop Klän­gen.

Wer Fes­ti­vals a la Novarock, South­side oder Fre­quen­cy gewohnt ist, der wird sich am OOTW umschauen. Denn ver­mut­lich ist kein Fes­ti­val der Welt so entspan­nt und gle­ichzeit­ig so „unfes­ti­val-like“ wie dieses. In a good way. Die Klos auf dem Fes­ti­val Gelände sind selb­st zur späten Stunde und in nüchternem Zus­tand noch erträglich. Zwis­chen den Gigs isst man Bio Pommes oder veg­ane Samosas. Und wenn dir beim Out Of The Woods jemand während eines Gigs auf den Fuß steigt, entschuldigt er sich ver­mut­lich dafür.

Nun lasst uns aber mal zum wesentlichen Kom­men – zur Musik. Die war näm­lich durch­weg ziem­lich famos. Neben Foals, Metron­o­my, Fil Bo Riva, Milky Chance, Giant Rooks und The Strum­bel­las – alle­samt Garan­ten für ziem­lich gute Live Musik – waren vor allem SOHN, Feist und Phoenix vom Pub­likum sehn­süchtigst erwartet wor­den. Unsere Favoriten allerd­ings waren andere. Ja, nach eini­gen hitzi­gen Diskus­sio­nen (Cather­ines Tom­my Cash Crush is real), kon­nten wir uns dann doch auf eine gemein­same Top 3 vom Out Of The Woods Woch­enende eini­gen.

Den Anfang macht einiger­maßen über­raschend Drangsal am Don­ner­stag Abend. Max Gru­ber, der Kopf hin­ter Drangsal, kommt mit einem New-Wave-Sound daher, der eben­so düster wie tanzbar ist. Und oben­drauf ziem­lich aufs Ohr geht. Brachialpop nen­nt der 22-Jährige selb­st sein Genre. Nach einem hol­pri­gen Start mit tech­nis­chen Prob­le­men, kon­nten die Jungs das Blatt aber noch mal wen­den: In der Abend­däm­merung haben sie einen Auftritt hin­gelegt, der uns aus unerk­lär­lichen Grün­den mit am deut­lich­sten im Gedächt­nis geblieben ist. Es ist nicht allzu tol­lkühn, die Ver­mu­tung in den Raum zu wer­fen, dass von Drangsal noch so einiges kom­men wird. In der Zwis­chen­zeit kön­nt – nein soll­tet – ihr defin­i­tiv mal ins Debü­tal­bum Hari­eschaim rein­hören.

Eben­falls ziem­lich gefeiert haben wir am sel­ben Abend den Auftritt von Alt-J. Fans sind wir qua­si seit der ersten Stunde. Nicht immer allerd­ings wur­den sie bei live Gigs in der Ver­gan­gen­heit unseren hohen Erwartun­gen auch gerecht. Zumal die drei Jungs aus Leeds nun mal nicht unbe­d­ingt die gebore­nen Enter­tain­er sind. Auch ein noch so geiles Büh­nen­bild und eine grandiose Light­show kön­nen nicht darüber hin­weg trösten, dass im Ver­gle­ich zur Plat­te live die feinen Akzente fehlen und so ein wesentlich­er Teil musikalis­ch­er Raf­fi­nesse ver­loren geht.

Beziehungsweise ging. Seit wir sie zulet­zt vor etwa einem Jahr in der Stadthalle gese­hen haben, hat sich näm­lich einiges getan. Nicht nur, dass Alt-J mit „Relax­er“ ein brand­neues Werk am Start hat, welch­es beim OOTW nun qua­si Öster­re­ich Pre­miere feiern durfte. Auch bei ihren Great­est Hits a la „Breeze­blocks“ und „Left Hand free“ sor­gen kleine aber feine Details immer wieder für Wow Momente, wie man sie von Alt-J gewohnt ist. Ihrem Schema „kom­plex­er mehrstim­miger Gesang trifft auf akustisch Gitarre und viel­er­lei elek­tro­n­is­che Beats“ bleiben sie im Großen und Ganzen aber treu. Das Wiesen Pub­likum mags. Und wir erst.

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