Out Of The Woods Festival – Unsere Highlights Part 2

Neben Alt-J und Drangsal hat beim Out Of The Woods Fes­ti­val noch ein weit­er Act ziem­lich impressed: Ben­jamin Clemen­tine.„Kein­er lei­det so for­mvol­len­det“ wie er, schrieb Die Zeit kür­zlich in einem Porträt über den britis­chen Musik­er, der sich der Leg­ende nach vom let­zten Geld ein easy­jet-Tick­et nach Paris kauft, dort unter Brück­en schläft und sich in der Metro solange die Seele aus dem Leib singt bis zufäl­lig ein Plat­ten­fir­men­men­sch vor­beikommt.  Aber würde so etwas im Rah­men eines Indie Fes­ti­vals funk­tion­ieren? Wir hat­ten da so unsere Zweifel.

Dann betritt Clemen­tine mit Blau­mann, zur hohen Tolle gestyl­tem Haar und nack­ten Füßen die Bühne und nimmt vor seinem Flügel Platz. Hin­ter ihm eine dreiköp­fige Band sowie sein Damen­chor. Als er zu den ersten Tak­ten anset­zt war es um uns geschehen. Diese Stimme ist der helle Wahnsinn. In Stück­en wie Con­do­lence und Lon­don zeigt der 29-Jährigeeine Range, von der einem fast schwindelig wird: Von Flüstern über Schreien bis hin zu end­los lang gehal­te­nen Tremo­lo (yes, I googled it). Alles in mit ein­er Läs­sigkeit, die Clemen­tine beina­he arro­gant wirken lässt.

Bei eini­gen macht er sich bes­timmt nicht ger­ade beliebter, als er das im Gras sitzende Pub­likum auf­fordert, sich gefäl­ligst nach vorne zu beque­men — schließlich gin­ge es jet­zt um die Musik und wer rum­m­machen sei ohne­hin zuhause bess­er aufge­hoben. Andere Fes­ti­val Besuch­er wiederum, denen eher nach Tom­my Cash und Pogo zumute ist, sprint­en ohne­hin ger­ade zur zweit­en Stage.

Der Rest des Pub­likums aber bleibt vor der Haupt­bühne zurück – fasziniert von dem, was Clemen­tine da oben fab­riziert. Das einzige, was es von unser­er Seite aus zu bemän­geln gibt: Warum kon­nte dieser Typ nicht noch eine Stunde länger auf der Bühne ste­hen?

 

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