FM4 Frequency Festival 2017. Ein Nachbericht.

Alle Jahre wieder – der Nachbericht des FM4 Frequency Festivals: In dem wir jammern wie alt wir im Vergleich zum Durchschnittsbesucher sind und im gleichen Atemzug uns gegenseitig versichern, dass es absolut in Ordnung geht sich drei Tage lang nur von weißem Spritzer und Mini-Donuts zu ernähren. Die diesjährige Drei-Tages-Vollrausch-Euphorie wurde von uns, aus berufstechnischen Gründen auf zwei Tage gekürzt, dafür aber intensiviert. Kopfweh habe ich wahrscheinlich immer noch, während du diesen Artikel liest.

Nachdem wir beide bereits vor einigen Wochen beim Out Of The Woods auf unsere Kosten gekommen sind, ist unsere kleine stetig brennende Festival-Leidenschaft zu einem wahren Festival-Euphorie-Feuer ausgebrochen: Für mich gab es am Mittwoch einen Deutschrap Act nach dem anderen auf der Weekender Stage und Pia konnte sich zum hundertsten Mal Mumford & Sons anschauen. Jetzt aber kurz Rewind und unsere Highlights im Überblick, was wir uns angesehen haben:

Unser Festival-Tag beginnt, wie die letzten 5 Jahre, genau gleich: Wir treffen uns am Bahngleis, ich komm quasi in allerletzter Sekunde bevor der Zug abfährt und versuche während mich anzuziehen, Lippenstift aufzutragen und gleichzeitig ein Käse-Kornspitz mit Gurkerl zu essen. Pia wartet natürlich schon auf mich mit einem super nicen und sehr deluxen Cocktailmix in der Hand. Andere Fesetivalbesucher haben ein lauwarmes Wegbier – wir teuren Alkohol.  Auch dieses Mal ist Pia’s Festival-Mischung zum auflockern unfassbar edel – mit frisch gepflückten Bio-Beeren, die über Nacht in Rum eingelegt wurden. Oh Junge!

Mittwoch stand bei mir alles im Zeichen von Deutschrap. Es ging ab in die dunkle Halle der Weekender Stage (eigentlich echt eine Schande, die Hip-Hop Acts so abseits des Festivals existieren zu lassen). RIN fetzte alles Weg und läutete für uns den Festivaltag ein. Bereits nach den ersten Songs war ich irgendwo im Moshpit verschwunden und fand mich selbst in der ersten Reihe wieder. Eh nice. RINs erstes Album ‚Eros‘ erscheint übrigens in wenigen Wochen. Absolute Empfehlung!

Gleich darauf folgte Nimo, der nicht ganz so viel Leute anziehen konnte, dafür aber die Bitches für ihn auf der Bühne tanzen ließ. Stabile Leistung und zurecht gehyped. Der Rapper aus Karlsruhe kommt Mitte Oktober wieder nach Österreich und spielt ein Konzert im Flex – Ideal.

Auf Nimo folgt Karate Andi und macht die deutsche Runde perfekt. Die Kneipentour  Rap-Punchlines sitzen perfekt und ballern bitterböse durch die Halle. Die Menge flippt aus und überall wo man hinsieht gibt es Randale. Der Auftritt von Vince Staples wird zum 1-Liter-Spritzer holen und networking im Pressebereich (klappt betrunken immer top) genutzt.

Hochmotiviert stehe ich bei Yung Hurn ziemlich weit vorne und beweg mich mit der Menge einmal quer durch den Raum. So viel Liebe. Bilderbuch schlossen am ersten Abend als Headliner ab. Egal ob ausverkaufte Konzerte in der Arena oder ein volles Festivalgelände – die Band überzeugt uns immer, lässt uns durchgeschwitzt und glücklich am ersten Abend ins Bett fallen.

An unserem zweiten Tag stand alles im Zeichen von Indie-Rock und Folk: Unsere Favoriten und Tageshighlights bewegten sich hauptsächlich zwischen diversen Food Trucks, Band of Horses, einem kurzem Abstecher zu RAF & BonezMc sowie Kraftklub und dem Headliner Mumford & Sons. Allesamt können musikalisch überzeugen, überraschen allerdings nicht besonders. Konfetti in der Luft, Feuerwerk auf der Bühne und ein Frontsänger, der sich einmal durch die feiernde Crowd bewegt. Das ist schon sehr super und bildet einen gelungenen Festivalabschluss für uns beide.

Danke für alles, Frequency.

 

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