Waves Vienna 2017: Persönliche Highlights

Wie bere­its erwäh­nt, kon­nte das diesjährige Waves Vien­na Fes­ti­val mit der großar­ti­gen neuen ‚Gamechang­er Church’ Loca­tion in der Can­i­siuskirche eine wirk­lich einzi­gar­tige Bühne für die dort per­for­menden Kün­stler schaf­fen.

DONNERSTAG

Lubomyr Mel­nyk eröffnete Don­ner­stagabend für uns das Fes­ti­val musikalisch. Der großar­tige Auftritt des ukrainisch-kanadis­chen Kom­pon­is­ten, welch­er auch als der schnell­ste Pianist der Welt bekan­nt ist, war wirk­lich ein­ma­lig. Mel­nyk spielte drei unter­schiedliche Stücke aus seinem riesi­gen Reper­toire und begann jedes sein­er Werke mit ein­lei­t­en­den Worten zum Entste­hung­sprozess und der Bedeu­tung. Der Auftritt war so außergewöhn­lich und einzi­gar­tig, dass wir spon­tan die Per­for­mance für sich ste­hen lassen woll­ten und auf andere musikalis­che Acts an diesem Abend verzichteten.

FREITAG

Lukas Wan­dl läutete am Fre­itag seine Show mit Kirchen­glock­en ein – ein ziem­lich gelun­gener Open­er. Der Kün­stler aus Wien, welch­er unter anderem durch seine Beat Pro­duk­tio­nen für Deutsch-Rap Kol­lab­o­ra­tio­nen bekan­nt ist, zeigte sich noch exper­i­menteller als son­st und impro­visierte auf der Bühne nach Lust und Laune und inter­pretierte Stücke aus seinem aktuellen Album ‚It’s All Good Tho’ neu. Kleinere Fehler und Aus­reis­er lächelte er char­mant weg und waren sofort wieder vergessen. Die stim­mige Light­show wurde von Kol­lege und Fre­und Clemens, auch bekan­nt als Cid Rim, zusam­mengestellt und bildete ein per­fek­tes Zusam­men­spiel mit der darge­bote­nen Büh­nen­show. Live-Elec­tron­ic vom aller­fe­in­sten.

Am gle­ichen Abend per­formte For­est Swords auf der Ottakringer Stage und spielte elek­tro­n­is­che Musik vom fein­sten. Mit span­nen­den organ­is­chen Ele­menten kon­nte eine drama­tis­che Büh­nen­show erzeugt wer­den. Die coolen Visu­als kon­nten einen Rah­men span­nen­den Bogen zu den wort­losen Tracks span­nen. For­est Swords ist der per­fek­te Sound für eine aus­gedehnte After-Hour.

SAMSTAG

Spannede Musik machen Julian Anger­er, Nora Pider und Bern­hard Biset­ti aus Wien und Brix­en.  Die junge Band Anger beze­ich­net ihre Musikrich­tung als ‚Dream­pop’ und genau das ist es auch, was wir während des Auftritts zu hören bekom­men. Roman­tis­che Sätze wer­den ins Mikro­fon gehaucht und mit einem pop­pi­gen Beat und einem Augen­zwinkern unter­strichen. Sicher­lich eine der span­nend­sten Per­for­mances, die wir heuer auf dem Fes­ti­val erleben durften.

Der ‚schön­ste Mann in Wien’ holte sich an diesem Abend Ver­stärkung von Kol­lege EINFACHSO und füllte das Foy­er im WUK ohne Prob­leme. Die Musik von Jugo Ürdens funk­tion­iert hier prob­lem­los und kommt gut an. Zwis­chen­durch wer­den zwei neue Songs gedropped, die auf dem irgend­wann erscheinen­den Long­play­er zu find­en sein wer­den. Zwis­chen­durch wird auf der Bühne viel gek­ifft, der Text vergessen, sich über­schwänglich bedankt und Fotos mit dem Smart­phone von den Konz­ertbe­such­ern gemacht. DIESDAS eben.

Auf Hip-Hop fol­gte Volksmusik. Die Schön­brun­ner Glo­ri­et­ten­stürmer bracht­en die Leut zsam und macht­en fremde Men­schen während des Konz­erts zu Fre­un­den und spätestens nach dem ersten Drit­tel des Konz­erts hat­ten wir mit unseren Nach­barn Brüder­schaft getrunk­en. Ach, was für ein her­rlich­er Abschluss dieses großar­ti­gen Fes­ti­vals.

Alle Fotos via Alexan­der Got­ter

 

 

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