Do that dab: Tommy Cash im Flex

Rap Sen­sa­tion Tom­my Cash will es wieder ein­mal wis­sen und ist derzeit auf Europa Tour. Auch im früh­ling­shaften Öster­re­ich macht der selb­ster­nan­nte Pro­rap­su­per­star halt und spielt im Wiener Flex auf. Geheimtipp ist seine Musik schon lange keine mehr. Von allen Seit­en wird der Kün­stler gehy­pet und auf eine osteu­ropäis­che Rap Rev­o­lu­tion ver­wiesen.

Der Rap­per aus Est­land ist mit eini­gen neuen, fresh­en Songs am Start und ballert das Pub­likum bere­its während des ersten Songs mit sein­er gewalti­gen Büh­nen­präsenz weg. Für die Per­for­mance von „Pussy Mon­ey Weed“ hat sich Tom­my extra, wie im Musikvideo, einen Roll­stuhl geschnappt und fährt damit auf der Bühne auf und ab. Gle­ich zu Beginn, ohne Vor­band, einen solchen Abriss zu erzeu­gen ist schon eine Kun­st – allerd­ings auch nicht ganz uner­wartet. Beim Konz­ert herrscht Tur­nUp anstatt Grantler­stim­mung. Musik­gen­res wer­den während der Show wild durcheinan­der gewor­fen: Tech­no, Schranz, EDM, biss­chen was langsames und dann wieder Hip Hop – alles dabei. Als Zugabe wird nochmals sein bekan­ntester Hit „Winalo­to“ hart abge­feiert, sein Büh­nen­tänz­er dabt sich die Seele aus dem Leib (for real: Tom­my hat sich ein­fach mal einen Back­groundtänz­er gegön­nt, der während der Show den Dab auf eine neue Ebene hebt) und alle gehen ver­schwitzt und ziem­lich glück­lich nach Hause.

 

Eins ist nach der Show klar: Tom­my Cash ist und bleibt ein­er der span­nend­sten Kün­stler, die der Ost­wind zu uns gewe­ht hat. Wer vom post-sow­jet Rap­per nicht genug bekom­men kann, sollte sich unbe­d­ingt diese Serie „Amer­i­can Rus­sians“ auf Youtube anschauen und auf Insta­gram abon­nieren. Sein Social Media Game ist ziem­lich strong.