Eine Hommage an: Culottes

Ein­er­seits habe ich eine große große Schwäche für avant­gardis­tis­che und irgend­wie abge­fahrene Looks auf dem Lauf­steg. Gle­ichzeit­ig bin ich aber auch ein Fan von Stück­en, die man qua­si direkt so vom Cat­walk auf die Straße kat­a­pul­tieren kann. Doch sind die span­nend­sten Mode Trends nicht eigentlich immer genau die, die hier­aus ein Zwis­chen­stück bilden? Solche, denen zwar eine gewisse All­t­agstauglichkeit inne liegt, die aber irgend­wie stylingtech­nisch doch eine gewisse Her­aus­forderung für den „Nor­malomen­schen“ darstellen. Unter „Nor­malomen­schen“ ver­ste­he ich übri­gens diejeni­gen Men­schen, die nicht mit ein­er Klei­der­größe 34 und 1,77 Meter plus geseg­net sind und ihr halbes Leben auf High Heels durch die Gegend laufen.

Und ein Trend der eigentlich für den Auto­nor­mal– Mod­elieb­haber ein wenig tricky ist hat es mir momen­tan irgend­wie ver­dammt ange­tan. Die Rede ist von Culottes. Seinen Ursprung hat dieser Hosen­klas­sik­er im 17. Jahrhun­dert in Frankre­ich (culotte = frz. Für Kniebund­hose). Wobei der heutige Trend reich­lich wenig mit dieser Urspungsver­sion zu tun hat. War damals die Culotte doch auss­chließlich für Män­ner gedacht und eng geschnit­ten, so sind für die heutige Culotte eher eine zwar in der Taille eng sitzende Pass­form aber A ein weit schwin­gen­der Saum auf Waden-oder Kurz-Über-Knöchel­höhe mit A-för­mi­gen Hosen­beinen charak­ter­is­tisch.

Ich hin und herg­eris­sen von dem Mod­e­trend, der in dieser Sai­son von sämtlichen Lauf­ste­gen kaum mehr wegzu­denken ist. Ob nun im gemusterten Design von Celine und Givenchy oder in der reduziert­eren Vari­ante von Acne und Valenti­no. Für jeden, der nicht unter den Typus gerten­schlanke Gra­zie fällt, nicht massen­haft Heels im Schrank ste­hen hat und prob­lem­los den ganzen Tag darauf gehen kann, kön­nte es schwierig wer­den. Dachte ich zumin­d­est. Doch langsam aber sich­er finde ich auch Gefall­en an der Kom­bi aus Culottes und Schlap­pen.